Parkour Trainingsmotivation - Wie man stets fokussiert bleibt! doParkour Blog

Parkour Trainingsmotivation – Wie man stets fokussiert bleibt!

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Es ist Mittwoch Nachmittag, ich komme geplättet von der Uni nach Hause, seit 3 Tagen Dauerregen bei mir im Dorf, keiner meiner Freunde ist erreichbar oder hat Lust sich bei dem Wetter nach draußen zu quälen. Aber ich will trainieren, mich bewegen, die Gegend erkunden, neue Spots auskundschaften und erleben. Doch alleine und bei dem Wetter? Nun bin ich doch schon ziemlich kaputt vom Tag… die Motivation schwindet.

Da bleibt nur eins – einfach raus! Musik ins Ohr, warme Klamotten an, nicht darüber nachdenken, wie es werden wird. Sobald ich einen Fuß über die Türschwelle setze, beginnt der Spaß! Im Regen nass werden und dabei die Muskeln spüren, kreativen Umgang mit den klitschnassen Stangen und Mauern entwickeln, um nicht abzurutschen und die Präzision noch weiter zu verbessern.

Das alles weckt Glücksgefühle! Doch erst sobald ich draußen bin und mich komplett darauf einlasse. Vielleicht trainiere ich heute keine 3 Stunden, doch fühlt es sich gut an und ich kann
am Abend getrost zurückblicken und mich über ein anständiges Training freuen. Besonders darüber, dass ich mich motiviert habe. Im Vergleich zum letzten Mal war es schon viel einfacher, raus zu gehen und mich zu überwinden. Sehr cool, bemerke ich. Sogar darin kann ich mich trainieren. Dass es mir jetzt schon weniger aus macht, im Regen zu trainieren, als das letzte Mal. Die ersten Versuche sind zwar die schwierigsten, doch nach einiger Zeit denkt man gar nicht mehr darüber nach, dass es unangenehm werden könnte, und tut einfach.

Manchmal ist es so leicht, manchmal jedoch nicht. Zu viel Ablenkung steht im Raum, genauso gut könnte ich Serien schauen oder lesen. Doch arbeite ich gerade an wichtigen Zielen, welche ich erreichen möchte und weiß, dass ich sie nur mit regelmäßigem Training erreichen kann. Deshalb raffe ich mich auf, statt auf dem Sofa zu vergammeln. Schön ist dabei nicht nur, dass ich mich für das Training entschieden habe, sondern auch gegen die vielen Dinge, die ich sonst hätte machen können, einige davon unproduktiv und nur lahmer Zeitvertreib.

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Das passende Umfeld

Der Punkt der Überwindung ist jedes Mal aufs Neue eine Herausforderung, der ich mich stellen muss, wenn die Umstände nicht genau stimmen und ich nicht sowieso völlig motiviert bin raus zu gehen. Zum Glück weiß ich, was mich motiviert und nehme den kurzen Kampf gegen den inneren Schweinehund an. Bis jetzt habe ich noch nie bereut es durch zu ziehen. Die Umstände, einige davon von mir selbst zu beeinflussen, tragen also viel dazu bei, um mich für mein Training motivieren zu können. Keine Ablenkung zu haben, die Möglichkeiten, etwas anderes zu tun, zu minimieren, hilft oft allein schon dabei, weiterhin fokussiert zu bleiben.

Ich komme also nach Hause, PC und Fernseher bleiben aus (oder existieren gar nicht?), Bücher bleiben im Schrank, gegessen wird später. So mache ich es mir zur ersten und wichtigsten Aufgabe, sofort trainieren zu gehen. Das erfordert anfangs – weil man sich so sehr an die alltäglich regelmäßigen Dinge gewöhnt hat (PC an, Youtube während dem Essen,…) – enorme Überwindung, wird jedoch bald so normal werden wie die enspannteren Alternativen.

Zu Beginn mag es also sehr aufwendig sein und anstrengend, sich immer gegen den inneren Schweinehund zu sträuben… doch es lohnt sich, ihn an die Leine zu legen! Schon bald ist das Training normaler Teil deines Lebens. Zudem bekommst du ein immer genaueres Körpergefühl. Du fängst an zu merken, dass du dich schon mehrere Stunden lang nicht bewegt hast und trachtest nach Bewegung.


Warum überhaupt motivieren?

Manchmal steht dann jedoch die Frage im Raum, warum ich mich überhaupt zum Training motivieren muss und nicht schon mit purer Begeisterung dabei bin. Das ist oft so, keine Frage. Besonders, wenn man an seinen Schwächen oder an Dingen arbeitet, in denen man noch nicht besonders gut ist.

Nach mehreren Jahren des Trainings, aber auch nach den ersten abenteuerlich großartigen Erfahrungen kann es jedoch verständlicherweise an irgendeinem Punkt passieren, dass man plötzlich nicht mehr vollen Fokus auf das Training hat und sich sehr viel aktiver motivieren muss als noch zu Beginn.

Das ist einzig und allein ein neues Stadium des Trainings und gehört genau so mit dazu wie Balance oder Präzision. Die Überwindung durch zu halten, dran zu bleiben. Das ist eine Entwicklung, die jeder durchmacht und jeden weiterbringt!

Solche demotivierten Phasen können schnell auftreten. Vom Wetter und den Jahreszeiten bis hin zu einer kleinen Verletzung die einen völlig aus der Bahn wirft. Dann heißt es einen Schritt zurück machen und die Situation betrachten. Niemand ist für immer demotiviert und kann sich nicht aufraffen. Es kommt in Schüben und manchmal sind diese unvermeidlich. Eben so sollten sie auch angenommen werden.

Niemand überprüft die Stunden, die du beim Training verbracht hast. Du machst es für dich selbst und um voran zu kommen. Weil es dir Spaß macht und du dabei so unheimlich viel lernst. Lasse dich also nicht noch mehr davon runterziehen, wenn du mal auf eine Sache keine Lust hast, die dir wichtig ist.

Hast du statt auf Parkour Training heute mehr Lust auf Dehnen oder Beweglichkeitsübungen? Dann ist das eben dran. Eine lange Liste mit genug Auswahl an Dingen zu haben, von denen du wählen kannst und die dich voran bringen in dem, was du erreichen möchtest, hilft Wunder, wenn man mal auf eine bestimmte Sache keine Lust hat.


Viel mehr als man denkt!

Projiziere es doch einmal auf andere Lebensbereiche. Wenn es dir im Alltag leicht fällt, dich regelmäßig zum Training zu motivieren, egal wie sehr die Umstände dagegen sprechen, vom Wetter bis zum Muskelkater, dann passt es doch genau so gut, dass du dich zu weniger spaßigen Sachen motivieren kannst, allein durch die erarbeitete Disziplin!

Aufräumen, Lernen, Einkaufen,… es gibt genug „Klischee-Dinge“, auf die die Wenigsten wirklich Lust haben. Aber durch häufiges Ringen mit dir selbst im Bereich des Trainings wird es immer leichter fallen, die nötige Überwindung zu finden.

Das richtige Mindset, die richtige Begründung im Kopf, wird dir gehörig in den Allerwertesten treten und dich dazu zwingen das aufzubringen, was nötig ist.

„…sonst verhaue ich die Prüfung…“

„…sonst habe ich nichts zu essen…“

Das alles wäre… nun… unvorteilhaft. Also vermeiden!

„…sonst werde ich nicht so stark, wie ich es mir vorgenommen habe…“ Das mag weniger extrem klingen als die obigen Beispiele, doch klar gesteckte Ziele aufgrund mangelnder Motivation nicht erreichen zu können, kann dich sehr stark runter ziehen.

Setzt man diese klaren und wichtigen Argumente jedoch richtig ein und macht sie sich jeden Tag bewusst, können sie schon Motivation genug sein, sich zu allem Nötigen aufzuraffen. Vielleicht hast du einen Song, der dich motiviert und dir dabei hilft dein Zimmer eigenständig aufzuräumen.

Nochmal: Euch selbst regelmäßig zum Training zu motivieren fördert eure Disziplin auch in anderen Lebensbereichen. Win-Win!

Du möchtest beim Training weiterkommen? Dann mach bei der 10 Tages-Challenge mit und besiege jeden Tag den inneren Schweinehund! Schreib uns gerne von deinen Erfahrungen aus der Challenge, wir freuen uns auf dein Kommentar oder deine E-Mail!


 

Falko
Falko
Abenteurer und spontane Socke. Immer für einen Stride zu haben.

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